Go for Gold! Feuerwehrkameraden bestehen das goldene Leistungsabzeichen

Let's get ready!
Let's get ready!

Nach drei Jahren Übung war es am 11.09.2011 endlich so weit. Elf Kameradinnen und Kameraden, allen voran unser Wehrführer Norbert Werling, traten an, um ihr gelerntes Wissen und Können unter Beweis zu stellen. Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Rheinzabern stand die Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens auf dem Programm. Unsere Truppe, welche dort bereits in den letzten zwei Jahren erfolgreich die Stufen Bronze und Silber erringen konnte, wurde nun in der Höchststufe, dem goldenen Leistungsabzeichen des Feuerwehr-Landesverbandes geprüft. Nachdem am Vormittag eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schaidt und zwei Gruppen der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen die Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen bestehen konnten, stand am frühen Nachmittag der Auftritt unserer Jungs und Mädels auf dem Programm.

"Zum Einsatz fertig!"
"Zum Einsatz fertig!"

Pünktlich zur Mittagssonne traten sie zur Auslosung der Positionen an. Hier wurden innerhalb der Gruppe sämtliche Positionen, außer denen des Gruppenführers und des Maschinisten, ausgelost. Da sich nun jeder mental auf die kommenden maximal 15 Minuten (erlaubte Höchstdauer) vorbereiten konnte, wich die Nervosität der Konzentration. Zu Beginn der Übung hieß es „Zum Einsatz fertig!“. Dies definiert im Feuerwehrjargon das Aufbauen der Wasserversorgung bis hin zum Verteiler. Nachdem sich nun, identisch zum Angriffstrupp, auch der Wassertrupp mit Pressluftatmer, Atemschutzmaske, Feuerwehrleine, Funkgerät, Lampe und Strahlrohr ausgerüstet hatte, wurde vom Gruppenführer ein Los gezogen. Dieses entschied, welches der beiden im Voraus bekannt gegebenen Übungsszenarien es zu bewältigen gab. Zur Auswahl standen „simulierter Werkstattbrand“, der mit einem PKW und einem Schweißgerät dargestellt wurde und ein „Verkehrsunfall eines mit Gefahrgütern beladenen LKW“ welcher durch einen LKW mit Anhänger dargestellt wurde. Das Losglück des Gruppenführers entschied: „Verkehrsunfall eines mit Gefahrgütern beladenen LKW“.

Auffangen der Flüssigkeit
Auffangen der Flüssigkeit

Die Vorgehensweise bei solchen Ereignissen beschreibt die sog. „GAMS - Regel“. Sie definiert die vier Schritte, welche eine Gefährdung von Opfern, Einsatzkräften und Umwelt minimieren soll. Zu Beginn galt es die Absicherung der Einsatzstelle durch den Wassertrupp und die Menschenrettung durch den Angriffstrupp. Der Melder wurde währenddessen mit der Rückmeldung an die Einsatzzentrale beauftragt, welche im Ernstfall die Nachforderung von Spezialkräften übernehmen würde. Nachdem die Menschenrettung erfolgreich durchgeführt wurde, galt es, zum Schutz der Umwelt, die auslaufenden Gefahrstoffe möglichst schnell aufzufangen, um eine weitere Schadensausbreitung zu verhindern. Hierzu dichtete der Angriffstrupp das Leck - an dem bereitgestellten Fass - mit Holzkeilen ab und baute daraufhin aus vier Steckleiterteilen, einer Feuerwehrleine und einer Kunststoffplane ein provisorisches Becken, welches die restlichen auslaufenden Stoffe sicher auffangen sollte. Diese Arbeit gestaltete sich, dank der vollen Schutzausrüstung und gefühlten 50 °C, anstrengender als gedacht. Nachdem das Auffangbecken in Position gebracht war, musste die Flüssigkeit, welche sich darin angesammelt hatte, noch mit Schwerschaum abgedeckt werden. Diese Aufgabe erfolgreich erledigt, erfolgte eine Meldung an den Hauptwertungsrichter, welcher nach nur 11:30 min. die Zeitnahme beenden konnte. Doch bevor die einzelnen Trupps den theoretischen Teil der Übung ablegen konnten, hieß es für den Angriffstrupp noch "Antreten zur Dekontamination". In einer vom Schlauchtrupp eigens für die Dekontamination von Einsatzkräften eingerichteten Dekon-Zone, wurden die mit dem Gefahrstoff in Berührung gekommenen Kräfte mit einem C-Rohr abgebraust, um eine zuverlässige „Schwarz-Weiß-Trennung“ zu gewährleisten.

Urkundenvergabe
Urkundenvergabe

Jetzt trennten nur noch ein Paar Fragebögen die motivierten Feuerwehrleute vom Bestehen der Prüfung. Nachdem jeder Trupp auch den theoretischen Teil erfolgreich abgelegt hatte, konnten die Wertungsrichter die Kameradinnen und Kameraden zur erfolgreichen Abnahme beglückwünschen. Mit nur 11:30 Min. und fünf Fehlerpunkten war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Da eine Gruppe jedoch nur aus neun Personen bestand, unsere Kameradinnen und Kameraden allerdings zu elft angereist waren, hieß es erneut „Zum Einsatz fertig“. Ein Großteil der Mannschaft durfte mit den noch nicht geprüften Kameraden die Prüfung ein zweites Mal ablegen. Die enorme Anstrengung lohnte sich jedoch und nach nur 10:24 Minuten war die Prüfung mit nur vier Fehlerpunkten - noch ein Stück erfolgreicher - abgelegt. Unsere Mannschaft wurde gemeinsam mit den Kameraden aus Schaidt und aus Ludwigshafen von den Ehrengästen Jürgen Güssow (Vorsitzender RFV), Uwe Schwind (Verbandsbürgermeister) und Dr. Thomas Gebhardt (MdB) zum Erreichen des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in Gold beglückwünscht.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren Wehrführer Norbert Werling, welcher in den letzten drei Jahren viel Zeit investierte, um die Mannschaft erfolgreich zum Ziel zu führen.

v.l.n.r.: Norbert Werling, Sven Zwick, Constantin Ksoll, Martin Dobler, Michael Güssow, Pascal Raphael Werling, Nico Diemert, Sebastian Werling, Daniel Henigin, Julia Eichenlaub, Christopher Braun
v.l.n.r.: Norbert Werling, Sven Zwick, Constantin Ksoll, Martin Dobler, Michael Güssow, Pascal Raphael Werling, Nico Diemert, Sebastian Werling, Daniel Henigin, Julia Eichenlaub, Christopher Braun

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Kommentare: 1
  • #1

    monegoeshollywood (Freitag, 16 September 2011 09:09)

    Herzlichen Glückwunsch euch allen zum bestandenen Leistungsabzeichen in Gold!
    Die Bilder dazu sind sehr cool geworden. Wie ihr alle so stolz in die Kamera schaut und eure Urkunden entgegennimmt. :)
    Liebe Grüße aus dem wilden Westen,
    Mone :)